Anmeldung der Photovoltaikanlage bei Bundesnetzagentur und Netzbetreiber

Mit einer Photovoltaikanlage können Privathaushalte und Unternehmen selber Strom erzeugen und durch die gesparten Stromkosten über die Jahre eine gute Rendite erzielen. Bei der Planung der Anlage sind viele Entscheidungen zu treffen, beispielsweise welche Solarmodule zum Einsatz kommen sollen und ob die Anlage mit einem Stromspeicher, einem Power-to-Heat-System oder einem Elektroauto kombiniert werden soll. Wenn die Planung soweit abgeschlossen ist, muss die Anmeldung der Photovoltaikanlage beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur erfolgen.

Ausgenommen von einer Anmeldung sind nur Inselanlagen, die nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Markieren Sie sich daher die Termine und Fristen am besten im Kalender, um nichts zu vergessen.

Anmeldung der Photovoltaikanlage beim Netzbetreiber

In Deutschland sind die Netzbetreiber grundsätzlich dazu verpflichtet, Solarstrom ins Netz einzuspeisen und diese Einspeisung entsprechend zu vergüten. Da Netzbetreiber das Recht haben, eine Netzverträglichkeitsprüfung durchzuführen, sollte die Anmeldung der Photovoltaikanlage beim Netzbetreiber mindestens acht Wochen vor der Installation stattfinden. Hierzu ist der Antrag auf Netzanschluss vollständig auszufüllen und einzureichen. Bei kleinen Anlagen bis 10 kWp Leistung sind normalerweise keine Probleme zu erwarten. Bei einer Vorlaufzeit von acht Wochen ist der Betreiber jedoch auf der sicheren Seite, da der Netzbetreiber maximal acht Wochen Zeit für die Prüfung hat.

Was muss der Betreiber nach der Installation tun?

Nach der Installation der Anlage wird ein Inbetriebnahmeprotokoll erstellt, welches zusammen mit der Anmeldebescheinigung der Bundesnetzagentur an den Netzbetreiber zu übermitteln ist. Je nach Netzbetreiber können auch noch weitere Unterlagen nötig sein. Informieren Sie sich hierüber rechtzeitig beim jeweiligen Netzbetreiber, da die Auszahlung der Einspeisevergütung erst nach der Einreichung aller geforderten Unterlagen möglich ist.

Anmeldung der Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur

Die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur sollte frühestens zwei Wochen vor Inbetriebnahme der Anlage und spätestens am Tag danach stattfinden. Nur der Betreiber der Anlage darf die Anmeldung durchführen; Installateure sind hierzu nicht berechtigt. Die Anmeldung erfolgt über das Online-Portal der Bundesnetzagentur (Marktstammregister). Die rechtzeitige Anmeldung ist äußerst wichtig, da sonst der Anspruch auf die Einspeisevergütung entfällt.

Was muss der Betreiber nach Inbetriebnahme tun?

Nach Inbetriebnahme der Anlage ist der Betreiber dazu verpflichtet, der Bundesnetzagentur jährlich mitzuteilen, wie viel Strom die Anlage im Vorjahr erzeugt hat. Die Frist für die Übermittlung dieser Angabe ist der 28. Februar des neuen Jahres. Ausführliche Informationen hierzu gibt es auf den Seiten der Bundesnetzagentur.

Fazit: Die Anmeldung der Photovoltaikanlage ist schnell erledigt

Acht Wochen vor der Installation sollte die Anmeldung der Photovoltaikanlage beim Netzbetreiber erfolgen. Zwei Wochen vor dem Installationstermin kann die Anlage dann bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Die Anmeldung darf hierbei nur der Betreiber selbst vornehmen. Nach der Installation wird ein Inbetriebnahmeprotokoll erstellt. Dieses Protokoll ist zusammen mit der Anmeldebestätigung der Bundesnetzagentur dem Netzbetreiber zu übermitteln. Nach Einreichung aller erforderlichen Unterlagen zahlt der Netzbetreiber dann die Einspeisevergütung. Der Betreiber der Anlage ist zudem dazu verpflichtet, der Bundesnetzagentur jährlich mitzuteilen, wie viel Strom die Anlage im Vorjahr erzeugt hat.

 

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