Das Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende zu, so auch die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen, die über 20 Jahre alt sind. Seit 2001 werden diese durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert: Private Anlagenbesitzer erhielten damit für einen Zeitraum von 20 Jahren eine Vergütung für die Einspeisung des Solarstroms in das öffentliche Netz. Doch im kommenden Jahr verstreicht dieser Zeitraum für die ersten, über 20 Jahre alten, geförderten PV-Anlagen.

Was passiert nach der Einspeisevergütung mit den alten Photovoltaikanlagen? Eins vorweg: Eine „Wildeinspeisung“ des Stroms ist illegal und damit nicht weiter möglich. Wir haben Vorschläge für Sie zusammengestellt, wie Sie Ihre Ü20-Anlage nutzen können. Veränderungen sind hierbei noch möglich, da die Gesetzgebung noch nicht durch alle Instanzen gelaufen ist.

Direktvermarktung des Stroms aus der Photovoltaikanlage

Diese Lösung beinhaltet eine aktive Suche nach einem neuen Abnehmer oder Käufer, welcher den erzeugten Strom aus der eigenen Anlage nutzt.  In der Regel verläuft die Direktvermarktung über einen Dienstleister. Jedoch kann diese Lösung für kleine Anlagen nicht attraktiv genug sein. Deshalb bieten das EEG 2021 und der Eigenverbrauch sinnvolle Alternativen für Betreiber kleiner Photovoltaikanlagen.

EEG 2021 als Übergangslösung der Bundesregierung

Mit der EEG 2021 hat die Bundesregierung eine Übergangslösung für Halter kleiner Photovoltaikanlagen vorgestellt. Diese können den Netzbetreibern bis 2027 weiterhin den Solarstrom, welcher in der Anlage erzeugt wird, zur Verfügung stellen. Im Gegenzug erhalten sie den Marktwert abzüglich der Vermarktungskosten in Höhe von 4 Cent (2 Cent bei Einbau eines intelligenten Messsystems). Im Jahr 2027 legt die Bundesregierung dann einen Vorschlag für den marktgetriebenen Photovoltaikausbau vor.

Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms

Der Eigenverbrauch des Solarstroms gilt längst als Königsweg für die Besitzer neuer Anlagen, denn schon seit Jahren sind die Kosten für die Stromerzeugung mit Photovoltaik günstiger sind als der Strompreis. Und auch für Ü20-Anlagen hat der Bundestag mit dem letzten EEG-2021-Beschluss erst eine Hürde beseitigt: Bei alten Anlagen mit einer Leistung von weniger als 30 kWp ist keine EEG-Umlage (auch keine reduzierte) auf den Eigenverbrauch zu zahlen. Der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms ist damit eine sinnvolle Alternative.

Wenn Sie Ihre Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch nutzen möchten, empfiehlt sich die Anschaffung eines Stromspeichers. Die tagsüber erzeugte Energie lässt sich dann auch abends nutzen. Zu den verschiedenen Möglichkeiten, den Eigenverbrauch zu erhöhen, zählt auch die Kombination mit Elektromobilität. Die Wirtschaftlichkeit dieser Investitionen für Ihre alte Photovoltaikanlage lässt sich im Einzelfall überprüfen. Gerne stehen wir Ihnen mit einer kostenlosen Beratung zur Verfügung.