P2H für Privathaushalte - PV-Heizstab für höheren Eigenverbrauch

Die Energiewende ist seit Jahren ein prominentes Thema in Deutschland. Durch die Fridays-for-Future-Bewegung ist das Thema Klimaschutz in den Medien und dem Bewusstsein der Bevölkerung präsent. Erneuerbare Energien wie Photovoltaik ermöglichen eine saubere Stromerzeugung, weshalb immer mehr Privatleute eine eigene Photovoltaikanlage installieren. Das Ziel neuer Anlagen ist ein möglichst hoher Eigenverbrauch des Solarstroms. Hierfür kann neben einem Stromspeicher auch die Nutzung von Power-to-Heat (P2H) für Privathaushalte interessant sein. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihren Eigenverbrauch mit einem PV-Heizstab erhöhen und nebenbei einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Warmwasserbereitung als unterschätzter Faktor von CO2-Emissionen

Den meisten Leuten ist bewusst, dass Energiewende und Klimaschutz nicht nur Aufgaben der Politik, sondern auch für jeden einzelnen sind. Die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach bietet dabei nicht nur die Möglichkeit, sauberen Strom zu erzeugen, sondern auch Stromkosten zu sparen und über die Jahre eine gute Rendite zu erzielen. Viele CO2-Emissionen entstehen jedoch nicht nur bei der Strom-, sondern auch bei der Wärmeerzeugung. Laut dem Umweltbundesamt entfallen rund 12 Prozent des gesamten Energieverbrauchs privater Haushalte allein auf die Bereitstellung von Warmwasser. Dabei fällt der Anteil erneuerbarer Energien im Bereich der Wärmeerzeugung deutlich geringer als beim Strom aus. In den meisten Haushalten kommen Gas- oder Ölheizungen zum Einsatz, die erhebliche Mengen CO2 ausstoßen. Laut dem Umweltbundesamt fallen bei Öl 314 Gramm und bei Gas 227 Gramm CO2 pro Kilowattstunde an. Nachhaltige Lösungen für die Wärmeerzeugung bietet daher die Chance, jedes Jahr viele Tonnen CO2 zu sparen.

Nachhaltige Wärmeerzeugung durch P2H für Privathaushalte

Die einfachste Möglichkeit zur nachhaltigen Wärmeerzeugung ist für Privathaushalte die Installation einer Solarthermieanlage. Der Unterschied zwischen einer Solarthermie- und einer Photovoltaikanlage ist von außen kaum zu erkennen. Allerdings kann mit Solarthermie nur Wärme erzeugt werden. Für die meisten Haushalte erzielt eine Photovoltaikanlage einen größeren Nutzen, da Solarstrom pro Kilowattstunde nur ein Drittel vom Netzstrom kostet (10 Cent vs. 30 Cent) und die Stromkosten hierdurch deutlich reduziert werden können. Was vielen nicht bewusst ist: Durch die Installation eines Power-to-Heat-Systems (P2H) kann überschüssiger Solarstrom auch für die Wärmeerzeugung genutzt werden. Damit stellt P2H für Privathaushalte eine einfache Möglichkeit zur nachhaltigen Erzeugung von Warmwasser dar.

Kostengünstig den Eigenverbrauch mit einem PV-Heizstab erhöhen

Da die Einspeisevergütung seit 2012 unter dem aktuellen Strompreis liegt, lohnt es sich für Haushalte, möglichst viel Solarstrom selber zu verbrauchen. Neue Photovoltaikanlagen werden daher immer öfter mit einem Stromspeicher kombiniert, um den Strom auch abends und nachts nutzen zu können. Derzeit sind Stromspeicher allerdings mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Ein PV-Heizstab dagegen kostet nur einen Bruchteil (i.d.R. 500-1000 Euro) und bietet dadurch eine günstige Möglichkeit zur Erhöhung von Eigenverbrauch und Autarkie. So wird überschüssiger Solarstrom nicht ins Netz eingespeist, sondern in Form von Wärme gespeichert.

Wie funktioniert ein PV-Heizstab?

Das Prinzip eines PV-Heizstabs gleicht dem eines Tausieders. Der PV-Heizstab befindet sich in einem Pufferspeicher und erhitzt das darin befindliche Wasser mit Solarstrom. Das Warmwasser kann dann bei Bedarf im Haushalt verbraucht oder (je nach Heizungssystem) zum Heizen genutzt werden. Ein Energiemanagement-System sorgt dafür, dass der PV-Heizstab nur in Zeiten von Stromüberschüssen arbeitet. Auf diese Weise werden fossile Ressourcen wie Öl und Gas geschont und CO2-Emissionen vermieden. P2H stellt für Privathaushalte eine Ergänzung zum bestehenden Heizsystem dar. In den Sommermonaten kann der PV-Heizstab idealerweise das herkömmliche Heizsystem ersetzen, sodass die Öl- oder Gasheizung überhaupt nicht laufen muss.

Lohnt sich Power-to-Heat (P2H) für Privathaushalte?

Aus ökologischer Perspektive ist ein Power-to-Heat-System immer sinnvoll, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Eine Generalisierung der eingesparten Kosten in der Praxis ist dagegen schwierig, da diese von verschiedenen Faktoren wie dem Warmwasserbedarf, den Anschaffungskosten, den Kosten für fossile Brennstoffe und der Höhe des überschüssigen Solarstroms abhängt. In günstigen Brennstoffzeiten liegen die Erzeugungskosten etwa gleichauf mit der Einspeisevergütung für Solarstrom. Die Wirtschaftlichkeit steigt mit höheren Preisen für fossile Rohstoffe, weshalb P2H Privathaushalte vor steigenden Preisen absichert. Neben einem ökologischen und ökonomischen Nutzen profitieren Haushalte zudem von einem höheren Autarkiegrad, da sie ihren Eigenverbrauch mit dem PV-Heizstab erhöhen.

Wann lohnt sich die Anschaffung von P2H für Privathaushalte nicht?

Auch wenn ein PV-Heizstab mit geringen Anschaffungskosten verbunden ist und den Eigenverbrauch erhöht, lohnt sich die Installation nicht in allen Fällen. Wenn die eigene Photovoltaikanlage kaum Stromüberschüsse erzeugt, lohnt sich die Anschaffung eines PV-Heizstabs nicht. Als grober Richtwert gilt ein Stromüberschuss von 700 Watt in den Sommermonaten. Zudem ist auch die Größe des PV-Heizstabs relevant. Mehrstufige Heizstäbe schalten sich bereits bei geringen Stromüberschüssen ein. Der Strombedarf für erste Stufe des Heizstabs sollte der regelmäßig eingespeisten Strommenge entsprechen.

Fazit: PV-Heizstab als einfache & günstige Möglichkeit zur Eigenverbrauchserhöhung

Wer eine Photovoltaikanlage nach 2012 in Betrieb genommen hat, erzielt mit dem Eigenverbrauch des Solarstroms den größten Nutzen. P2H bietet Privathaushalten die Möglichkeit, mit der Anlage auch ihren Energiebedarf in Bezug auf Warmwasser zu decken. Während Stromspeicher mit hohen Anschaffungskosten verbunden sind, kostet ein PV-Heizstab i.d.R. unter 1000 Euro. Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, kann den Eigenverbrauch mit einem PV-Heizstab kostengünstig erhöhen und dadurch die eigene Autarkie ausweiten. Durch die Schonung fossiler Ressourcen stellt P2H für Privathaushalte zudem einen Beitrag zum Klimaschutz dar.

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